Roswitha Menke . Erzählerin . Zuhörerin

Wer ich bin, woher ich komme

Roswitha?! Dass meine Mutter mir einen solch pompösen Namen gegeben hat, habe ich lange nicht verwunden. Erst als ich herausfand, dass dieser germanische Name "große Stimme" und "hoch berühmt" bedeutet, war ich versöhnt.

Ich mag Menschen, vor allem als Freund*innen, Kund*innen und Familienangehörige. Ich mag Wörter, vor allem als Geschichten und Gedichte. Ich mag Strick- und Häkelnadeln, Bücher und Sprache(n).

Mit Neugier, Mut und Glück habe ich mein Leben so gestaltet, wie es mir gefällt. 1991 habe ich umgesattelt: von der Programmier- zur deutschen Sprache, von der Kommunikation mit Maschinen zur Kommunikation mit Menschen. Seit 1996 lebe ich vom Wort. Als Texterin und Fachjournalistin habe ich Geschichten aus der Computer- und Finanzwelt erzählt und die Botschaften meiner Kundinnen und Kunden in die Welt getragen. Wenn du meinen Namen googelst, findest du sicher noch Erfolgsgeschichten und Fachartikel, die auf meinem Rechner entstanden sind. Auch die eine oder andere Webseite meiner Kundinnen und Kunden ist noch immer online. Was sie besonders schätzen: dass ich vor dem Formulieren zuhöre und sie sowohl menschlich als auch inhaltlich verstehe. Mit dieser Haltung gehe ich heute jede neue Geschichte an. Die Journalisterei habe ich im Juli 2026 an den Nagel gehängt und konzentriere mich aufs Geschichtenerzählen und -hören, eine Leidenschaft, die mich seit mehr als 15 Jahren umtreibt.

Und sonst? Als meist allein erzählende Mutter habe ich meinen Sohn beim Erwachsenwerden begleitet. Ende 2016 bin ich nach fast 23 Jahren aus der Schweiz nach Deutschland zurückgekehrt und stehe nun sicher auf zwei Beinen: eins in Hamburg und drumrum, eins in der Schweiz. Das macht mehr Freude, als ich je geglaubt hätte.

 

Was ich heute mache

Ich erzähle, und ich höre zu. Beides ist "interaktiver", als man glaubt.

Du hörst hin ... und formst die Geschichte. Die Welt verblasst, Bilder entstehen im Kopf und im Herzen. Sie unterhalten, berühren und bringen uns manchmal auf neue Ideen. Als Erzählerin wirke ich durch Worte, Stimme, Gestik und Mimik. Meine Geschichten öffnen Erwachsenen und Jugendlichen die Tür zu neuen Welten – Märchenlandschaften, Lebensläufe und Wunder des Alltags. Kurz: Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes. Wenn nach dem Erzählen die "realen" Farben in die Welt zurückkehren, wirkt sie oft klarer, bunter oder einfach ein wenig anders.

Und andersrum: Als Narrative Begleiterin bin ich bei dir, wenn du deine Geschichte erzählst. Gemeinsam betreten wir deine Welt und erforschen, was sich dort tut und wer im Hintergrund deine Geschichte mit-erzählt. So filterst du heraus, was wirklich deine Geschichte ist; du wirst zur Autorin, zum Autor deiner Erlebnisse. 

 

Was du von mir bekommst
Meine Geschichten erreichen Menschen von zwölf bis hundertzwölf. Sie lachen, staunen, träumen, denken nach – manchmal ist der Griff zum Taschentuch unvermeidlich. Die Themen meiner Erzählungen sind vielfältig: Märchen aus Ost und West, Geschichten vergessener Frauen, Liebesdramen, Zahlenspielereien oder Weihnachtsstückchen – hier findet (fast) jede und jeder ein Lieblingsprogramm. Welche Geschichten an „deinem“ Abend die Bühne betreten, besprechen wir am besten vorher. Bei öffentlichen Auftritten in Cafés, Bibliotheken, Kleintheatern oder ähnlichen Orten findest du Hinweise zu Inhalt und Ablauf auf dieser Webseite.
Deine Geschichte erreicht nur meine Ohren und sicher auch mein Herz. Bei unseren Gesprächen wählst du die Themen, die Farben, die Worte für das, was dich beschäftigt. Ich bin nur da zum Zuhören und zum Weiterfragen. Meine Ohren sind weit offen für Zwischentöne, für mögliche Abzweigungen, für Geschichten, die gar nicht deine sind, sondern die uns die Gesellschaft so lange erzählt hat, bis wir sie selbst glauben. 
Eure Geschichten haben die Kraft zur Veränderung. Denn hier, z. B. in einem Erzählcafé, hören alle zu - und alle erzählen: Wie lebe ich in meiner Stadt? Was habe ich am 11. September 2001 gemacht? Wie ging es mir, als "die Mauer fiel"? Wenn mehrere Menschen über dasselbe Thema sprechen, erweitert sich die Perspektive. Wir staunen, wir lernen, wir wachsen.
Wichtige Verbindungen

Erzählen verbindet, und gleichzeitig braucht man Verbindungen, um zu erzählen. Darum stehen einige der für mein Erzählen wichtigen Personen und Netzwerke hier:

Netz, doppelter Boden, Austausch, Fortbildung - das ist der Verband der Erzählerinnen und Erzähler 

Wo Austausch, Zuspruch und tolle Projekte zu Hause sind: Der Berliner Verein Erzählkunst e. V.

Hier ging's los: 2009/2010 habe ich bei der Goldmund-Erzählakademie das Erzählen gelernt

Kolleginnen, die ich immer alles fragen kann - drei von vielen: Meike Mabelle, Barbara Luchs und Frau Wolle

Die Partner für die zweite Auflage des Balladensch(w)atz: Der Erzählverlag

Ideengeberin, Freundin, Illustratorin: Katja Berling

Möchtest du mehr über meine Geschichte hören? - Hier entlang, bitte! Der Podcast vom Radio Miese Krise.

Fotocredit: privat