Plan C(orona)

Eure Hochzeit ist geplant, ihr seid voller Vorfreude, ihr seid aufgeregt. So vieles ist schon organisiert: die Location, das Essen, der Fotograf, die Musik, die Traurednerin, Einladungskarten sind versandt, und die meisten Verwandten und Freunde haben zugesagt, das Kleid und der Anzug passen, die Ringe liegen wohlverwahrt im Schrank, eure Floristin wird ein wunderschönes Ringkissen für euch gestalten, ja, sogar die Hochzeitsreise ist gebucht.

 

Und jetzt – Corona! Ich mag die Fragen gar nicht aufzählen, die sich euch jetzt stellen. Ihr steht vor ganz neuen Entscheidungen, die euch niemand abnehmen kann. Ihr habt mehr oder weniger vier Alternativen:

 

1.      Die Hochzeit feiern wie geplant (wenn die Voraussetzungen gegeben sind)

 

2.      Die Hochzeit verschieben

 

3.      Die Hochzeit absagen, was vielleicht einer Verschiebung auf unbestimmte Zeit gleichkommt

 

4.      Eine Alternative finden

 

1.      Die Hochzeit feiern wie geplant

 

Vielleicht plant ihr nur eine kleine Hochzeit mit wenigen Gästen, und eure gewählte Location ist gewillt und in der Lage, euch zu beherbergen, alle engagierten Dienstleister und auch alle Gäste sind gesund und stehen nicht unter Quarantäne. Dann steht eurer Hochzeit nichts im Wege. Wichtig ist, dass ihr mit allen sprecht. Dienstleister, die erkrankt sind, finden garantiert einen Ersatz. Wenn ihr z. B. eine Rednerin / einen Redner aus dem Traumich-Team oder dem Netzwerk Freie Trauung Hamburg engagiert habt, die/der plötzlich ausfällt, ist das Team als „Back-Up“ da! Gästen, die aus Angst vor Ansteckung auf euer Fest verzichten möchten, solltet ihr alle Liebe und alles Verständnis entgegenbringen. Sie haben für ihre Absage gute Gründe.

 

2.      Die Hochzeit verschieben

 

In einem altem Märchen lernt ein König den wichtigsten Satz für sein Regieren: „Das geht vorbei.“ So wird es auch mit der Infektionswelle bei Corona sein: Sie wird vorbei gehen; wir werden eines Tages zurückschauen und sagen „ach, 2020, das war doch das Corona-Jahr!“ Ich weiß genauso wenig wie ihr, wann dieser Tag sein wird. Doch wenn eure Hochzeit nicht zum geplanten Zeitpunkt stattfinden kann oder soll, hindert euch nichts und niemand daran, den Termin auf einen Tag, der euch jetzt sicher scheint, zu verschieben. Das kann allerdings mit Kosten verbunden sein: Sprecht mit euren Dienstleistern, schaut in die Verträge. Vielleicht verfallen Anzahlungen, vielleicht sind Stornogebühren fällig. Die gedruckten Save-the-Date- und Einladungskarten sind vielleicht obsolet – es sei denn, ihr werdet kreativ und ändert das Datum von Hand, mit einem schicken Aufkleber oder überdruckt es. 

 

Wenn ihr euch für eine Rednerin / einen Redner aus einem meiner Netzwerke entschieden habt, fragt nach. Die meisten sind kulant, wenn sie auch an eurem neuen Termin für euch da sein dürfen. Dann verrechnen sie die Anzahlung nicht nochmals. Sollte der neue Termin jedoch nicht passen, verfällt mindestens die Anzahlung.

 

3.      Die Hochzeit absagen bzw. auf unbestimmte Zeit verschieben

 

Möglicherweise habt ihr gute Gründe, für einen längeren Zeitraum auf die Hochzeit zu verzichten – Schwangerschaft, Hausbau, familiäre Ereignisse oder einfach das Gefühl, dass das Universum für euch gerade auf die Bremse getreten hat. Also – den Moment nutzen, abwarten, neu denken.

 

Natürlich kann es auch in diesem Fall sein, dass ihr schon Anzahlungen geleistet habt, die jetzt verfallen. Ich kann und darf hier keine Rechtsberatung leisten und empfehle euch deshalb, in jedem Fall mit euren Dienstleistern zu sprechen. Wenn ihr absagt – egal aus welchem Grund –, sind Erstattungen in jeglicher Form immer eine Frage der Vertragsgestaltung bzw. der Kulanz. Beim Traumich-Team müsst ihr auch hier damit rechnen, dass zumindest die Anzahlung verfällt.

 

4.      Eine Alternative finden

 

Wie wäre es, noch einmal über das „Wie“ eures Hochzeitsfests nachzudenken? Die Location steht wegen Corona nicht zur Verfügung, der DJ hat abgesagt, eure geliebten Großeltern möchtet ihr schützen …

 

Wie wäre es, wenn ich euch jetzt noch mal über „Los“ schicke? Habt ihr euch jemals an verschiedene Ecken des Küchentischs gesetzt und dann hat jeder für sich aufgeschrieben, wie ihr bzw. sein Traum-Hochzeitstag aussieht? Ich meine, so richtig detailliert, vom ersten Augenaufschlagen am Morgen bis zu dem Moment, wo ihr beide glücklich und verheiratet ins Bett sinkt. Schreibt es auf, seid ehrlich zu euch selbst, schreibt die Dinge auf, die euch wirklich wichtig sind. Und dann vergleicht. Und staunt. Und stellt fest, was für euch beide stimmt. Was muss sein? Was könnte auch ganz anders sein? … Weniger Gäste? Statt der aufwändigen Location eine Wiese, statt 5-Sterne-Catering eine Mitbring-Party? Gar keine Gäste, dafür nur ihr zwei, eure Traurednerin bzw. Trauredner und ein Ritual, das euch auf ganz unvergleichliche Weise verbindet? Oder irgendetwas dazwischen … z. B. mit einer Live-Übertragung in die Wohnzimmer eurer nicht anwesenden Gäste.

 

Ja, auch hier kommt ihr aus den eingegangen vertraglichen Verpflichtungen vermutlich nicht ganz ohne Kosten heraus. Dafür könnt ihr sicher sein, dass ihr – vielleicht erst beim zweiten Anlauf – einen außergewöhnlichen Rahmen für eure Hochzeit gefunden habt, der rundum zu euch passt. Ich kann euch verraten, dass eine ganz intime Zeremonie absolut unvergleichlich und unvergesslich ist.

 

Ich bin gern für euch da

 

Ja, ihr müsst entscheiden, doch ihr seid nicht allein. Ich begleite euch gern mit Fragen und Ideen, damit ihr EURE beste Lösung findet. Sprecht mich an, ich bin für euch da. Eines ist ja sonnenklar: Was immer das Leben gerade macht - eure Liebe bleibt.

 

Bleibt mutig, bleibt klar, bleibt voller Liebe! Ich grüße euch herzlich und wünsche euch nur das Beste,
Roswitha